Experimentelle Herzveranderungen durch organ-spezifische Auto-Antikörper

Otras publicaciones, Werner Jaffe

Experimentelle Herzveranderungen durch organ-spezifische Auto-Antikörper

Rudolf Jaffé, W.G. Jaffé y C. Kozma
Eingegangen am 30. Juli 1959

Ausgehend von der Beobachtung der in Venezuela ungewohnlich haufigen chronischen Myokarditis, wies der eine von uns (RUD. JAFFÉ) schon seit vielen J ahren immer wieder darauf hin, daB hochstwahrscheinlich eine allergische Komponente am Zustandekommen der entsprechenden Veranderungen beteiligt sei und daB es sich bei dieser ziemlich sicher um eine Autosensibilisierung handeln miisse. Dementsprechend unternahm er mit verschiedenen Mitarbeitern Experimente, die zeigten, daB es tatsachlich gelingt, durch Injektion arteigenen Herzextrakts, ebenso wie in geringerem Grade durch Injektion anderer unspezifischer Antigene, Veranderungen am Myokard zu erzeugen, die denen des Menschen prinzipiell gleich sind, sich aber graduell unterscheiden. Die hauptsachliche Arbeit, die schwere Veranderungen im Herzmuskel des Kaninchens nach Injektion von homologem Herzextrakt, ohne jeden Zusatz, zeigte, erschien 1948 ganz kurz nach der Arbeit von OAVELTIund wurde bald danach durch MUTH bestatigt. Trotzdem erscheint, auch in der neueren Literatur, immer wieder die Angabe, daB es nur gelingt, Auto-Antikorper gegen das Herz zu erzeugen, wenn der sensibilierende Extrakt aus einer Kombination von homologem Organextrakt mit Fremd-EiweiB besteht, also dem Extrakt ein Adjuvans hinzugefiigt ist (SCHEIFFARTH).Auch VORLANDERbehauptet in seinem kiirzlich erschienenen Buch, daB es niemals gegliickt sei, eine homologe Herzsensibilisierung ohne die Verwendung von andersartigen Antigenen zu erzeugen.

Allerdings stiitzten sich unsere friiheren Arbeiten nur auf anatomische und histologische Befunde.

Diesem Mangel wollen wir heute abhelfen, da einer von uns (O. KOZMA) die entsprechenden serologischen Untersuchungen durchgefiihrt hat.

Unser Arbeitsplan war also, die friiheren Untersuchungen iibér Herzveranderungen durch Autosensibilisation zu wiederholen bzw. zu modifizieren und im positiven Falle zu priifen, wie weit diese Veranderungen organ- oder artspezifisch seien.

Bereits auf der panamerikanischen Pathologen-Tagung im Jahre 1958haben wir in Sao Paolo iiber die ersten Ergebnisse berichtet, die aber nur 9 behandelte Tiere mit 5 serologisch positiven Fallen betrafen. Heute konnen wir weitere 16 Tiere mit 11 Positiven hinzufiigen, so daB wir jetzt iiber 25 Kaninchen verfiigen, van denen 16 pasitives Ergebnis zeigten.

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